Was haben wir uns gefreut, dass wir über Testberichte.reviews als Tester für den Rauchfreien Holzkohlegrill Hugo 2.0 von Grillsome! ausgewählt wurden! Meine Schwägerin ist stolzer Besitzerin eines Lotusgrills, der Mutter aller rauchfreien Holzkohlegrills. Und wir liebäugeln auch schon länger mit so einem praktischen Balkongrill. Wir haben also sehr gern die 30,00 € in den Deal investiert. Normalerweise kostet der Grill aktuell 79,90 € (Amazon).

Es ging auch sehr gut los: Uns erreichte ein großer Karton, der liebevoll in Gelb gestaltet war. Darin: der Karton mit unserem Grill:

Ich hatte schon zuvor voller Vorfreude einen Sack Kohle (extra die Buchenholz-Grillkohle von Lotus) und eine Brennpaste (ebenfalls von Lotus) besorgt. Aber halt, ehe ich zu unserem „Grillerlebnis“ komme, kommt erst einmal der Hersteller zu Wort:

Das verspricht der Hersteller:

Einfach losgrillen, wann und wo Sie möchten! Der Holzkohlegrill Hugo 2.0 von Grillsome! ist dank kompakter Maße und rauchfreiem Grillprinzip der ideale Begleiter für das gemütliche BBQ auf dem Balkon oder unterwegs auf dem Campingplatz.

Hugo ist mit seinen 3,9 kg ein echtes Leichtgewicht, das Sie bequem mitnehmen können. Der konisch geformte, runde Grillbuddy misst oben Ø 34,5 cm (und unten Ø 27 cm). So lässt er sich auch auf kleinem Raum problemlos aufstellen.

Grillen ohne Rauchentwicklung – so funktioniert’s:

  1. Der batteriebetriebene Lüfter (4 x 1,5 AA Batterien) führt der Kohle konstant Frischluft zu.
  2. Über den Drehknopf können Sie die Hitze stufenlos regulieren.
  3. Bis zu 250 g Holzkohle wird in dem geschlossenen Kohlebehälter via Brenngel entzündet, aufgeheizt und mit einem Deckel eingeschlossen. So fliegen keine Funken und die Glut bleibt da, wo sie hingehört – im Korb.
  4. Heiße Luft wird aus dem Kohlebehälter gleichmäßig und rauchfrei entlang der Innenschale zum Grillrost geführt.

Schon nach 5 Minuten ist Hugo startklar und liefert gleichmäßige, krosse Grillergebnisse – ganz ohne Funkenflug oder unangenehmem Qualm!

Krosse Würstchen, saftiges Gemüse oder zarte Fischfilets – der Edelstahlrost bietet auf der Grillfläche (Ø 31 cm) Platz für unterschiedlichste Leckereien, an denen sich bis zu 4 Personen satt essen können.

Edelstahl ist widerstandsfähig, hitzebeständig und natürlich geruchs- und geschmacksneutral. So behalten köstliche Grillspezialitäten ihren Eigengeschmack und werden nicht durch Fremdaromen verfälscht.

Nach Gebrauch können Sie den Grillrost und die Innenschale bequem in der Spülmaschine reinigen.

Unser Eindruck:

Es gibt den Grill in Schwarz oder Blau. Wie Ihr sehen könnt, haben wir uns für Blau entschieden. Im Karton befindet sich das Gerät nebst einer praktischen Tragetasche:

Das Gerät besteht aus der äußeren, blauen Schale, einer inneren Schale aus Edelstahl, einer kleinen Schale für die Brennpaste, dem Metallbecher für die Kohlen und dem Rost, der mit zwei Klemmen am Gerät festgeklemmt werden kann (hält ordentlich fest).

Man stellt zunächst die Schale für die Brennpaste in den Grill und füllt diese mit einem Ring aus 20 ml Paste. Die Paste wird dann angezündet (eine Flamme haben wir nicht sehen können, aber das scheint so beabsichtigt zu sein). Zudem wird am Gerät mittels des Drehknopfes der Ventilator angestellt und zwar zunächst auf „Vollgas“. Es leuchtet ein blauer Ring um den Drehknopf herum auf und der Ventilator surrt – allerdings sehr leise, auch bei voller Leistung. Betrieben wird das Ganze übrigens durch vier mitgelieferte normale Batterien.

Anschließend wird der Metallbecher mit Kohle gefüllt und auf die Schale mit der Brennpaste gesetzt:

Nun sollte die Kohle aufgrund der Hitze der Brennpaste zu glimmen beginnen; dann soll die Leistung des Ventilators um ca. 25% reduziert werden. Nach 5 Minuten soll das Gerät einsetzbar sein, d.h. das Grillgut soll aufgelegt werden können.

Aber da begannen die Probleme. Zwar fingen die Kohlen durchaus zu glühen an. Das dauerte allerdings bereits relativ lange, obwohl wir extra kleinteilige Kohle verwendet haben. Aber selbst, als die Kohlen ordentlich durchgeglüht waren, der Grill also eigentlich seine Maximaltemperatur erreicht haben sollte, kam auf dem Rost einfach keine Hitze an. Es wurde nur lau. Die Würstchen hatten selbst nach einer halben Stunde keinerlei Farbe angenommen. Sie brutzelten einfach nicht. Wir haben Sie schließlich frustriert in der Pfanne gebraten 😥

Weil wir dachten, vielleicht doch irgendetwas übersehen zu haben, haben wir es am Wochenende in Ruhe noch einmal probiert. Jedoch: gleiches Ergebnis. Ich habe hier gerade ein Infratrotthermometer zum Testen da (Bericht folgt in Kürze) und habe dieses auf den Grill angesetzt. Das Ergebnis: Zwar wird der Kohlebehälter ordentlich heiß:

Aber die Oberfläche des Grillrostes kam über 70-80°C nicht hinaus:

Das ist natürlich lange, lange nicht genug, um irgendetwas zu grillen! Wir sind maximal enttäuscht!

Es gibt eine Menge Balkongrills nach dem Muster des Lotusgrills zu kaufen. Sie sind eigentlich alle recht gut bewertet. Auch das Vorgängermodell unseres Hugo 2.0 hat gute Kritiken erhalten. Was uns aufgefallen ist: Bei den sonstigen Modellen hat der Kohlebehälter Löcher und einen Deckel. So kommt viel Sauerstoff an die Kohlen, die Hitze kann sich in der Grillschale ausbreiten und den Rost erhitzen. Der Kohlebehälter des Hugo 2.0 ist an den Seiten geschlossen, hat dafür keinen Deckel. So gelangen zwar keine Fettspritzer in den Kohlebehälter. Aber heiß wird das Ganze leider auch nicht.

Hat das keiner vorher getestet? Offensichtlich nicht. Auf meine Reklamation an den Verkäufer bekam ich folgende Nachricht:

… ich bedauere sehr, dass unser Hugo nicht zur Zufriedenheit funktioniert. In der Tat gehören Sie zu den ersten unabhängigen Testern, sodass ich nicht ausschließen kann, dass Sie ein fehlerhaftes Produkt erhalten haben.

Ihr Feedback leite ich umgehend an unsere Entwicklungsabteilung weiter, sodass wir den Hugo 2.0 prüfen und ggf. weiterentwickeln können.

Schweren Herzens haben wir uns daher zur Rücksendung des Hugo 2.0 entschieden, der eigentlich ja einen sehr guten Eindruck machte. Nur: ohne Hitze kein Grillen. Da fiel im Übrigen auch nicht mehr ins Gewicht, dass die Gummifüße des Grills auf allen hellen Oberflächen unschöne schwarze Striemen hinterließen.

Vielleicht gibt es ja bald den Hugo 2.1. Dann sind wir gerne wieder dabei.

Unsere Bewertung:

Das Produkt wurde uns stark rabattiert zur Verfügung gestellt.

5 Thoughts on “Produkttest: Rauchfreier Holzkohlegrill Hugo 2.0 mit Aktivbelüftung von Grillsome!

  1. Pingback: Produkttest: Infratorthermometer von Dr. Meter – Lobelias Blog

  2. Pingback: Produkttest: Grillhandschuhe von Tarent – Lobelias Blog

  3. Oh wie ärgerlich. Da freut man sich so und dann das schlechte Ergebnis. Vielleicht wird ja wirklich was verändert. Mich würde aber mal interessieren, wie die anderen Tester das Grillen hinbekommen haben, da ihr ja die ersten seit, die sich beschwert haben. LG britti ♡

    • Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht. Aber so sehr ich schon gegrübelt habe, ich wüsste nicht, was wir falsch gemacht haben sollten.

  4. Pingback: Produkttest: BBQ Grillmatten von Nestron – Lobelias Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Ich stimme zu.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Post Navigation