IMG_3334

Kürzlich habe ich ja PennyGirl aus dem Meisterverlag getestet. Bei diesem Test musste man – sofern man das Paket nicht weiter beziehen wollte – kündigen. Nun hat die Netmoms-Community noch einmal einen Test gemeinsam mit dem Meisterverlag gestartet. Dieses Mal erhält man nur dann weitere Pakete, wenn man diese explizit bestellt. Ich teste dieses Mal GIRL:IT.

Das Prinzip von GIRL:IT ist dasselbe, wie jenes von PennyGirl. Das Kennenlern-Angebot kostet 9,95 €. Die Folgeboxen, die natürlich jeweils kräftig im GIRL:IT Magazin beworben werden, kosten jeweils € 17,95 (plus je € 3,95 Versandkosten). Enthalten sind „zwei ­tolle Bücher, Extras und Überraschungen“.

Mein Testpaket hatte folgenden Inhalt:

  • Buch „Es macht Spaß ein Mädchen zu sein! – super Tipps, leckere Rezepte und tolles Styling“ in rosa Metallic-Optik. Schmink-, Styling- und Basteltips für Mädchen, einschließlich der derzeit wohl unumgänglichen „BFF“.
  • Buch „BFF – Ab heute bin ich jemand anderes“. Da ist es schon wieder: wozu braucht es das „BFF“ im Titel? Die Story dreht sich jedenfalls um die Ängste, die mit einem Schulwechsel einhergehen.
  • Ein Paar Handschuhe. In verwaschenem Lila. Erst durch Nachlesen erfahre ich: es handelt sich um Touchscreen-Handschuhe, mit denen man also im Winter trotz kalter Finger ein Smartphone bedienen kann. Super finde ich: endlich mal Handschuhe, die meinen kleinen Händen passen. Da sie meiner Tochter noch zu groß sind, werde ich sie vorläufig tragen 🙂 . Nur die Farbe hätte etwas weniger merkwürdig sein dürfen.
  • Ein Schminkset mit Lidschatten, Rouge und Lipgloss. „Deine Tochter kann es überall mit hin nehmen – zum nächsten Mädelsabend, auf ein Date mit einem süßen Jungen oder um ihren Freundinnen in der Pause Schminkunterricht zu geben.“ – Hallo? Schminkunterricht in der Pause? Geht’s noch? Naja, das nächste Faschingsfest kommt bestimmt.
  • Ein Pappstehordner, wohl zum Sammeln des GIRL:IT-Magazins. Kippt allerdings um, wenn man ihn mit zwei Magazinen befüllt.
  • GIRL:IT-Magazin für Februar 2014. Das Magazin für März fand ich später noch in meinem Briefkasten. Angeblich kostet dieses Heftchen stolze 4,90 € pro Ausgabe. Inhalt: noch mehr Schmink- und Stylingtips, „Star“-Infos („Star-Fashion“, „Süße Star-Hund“ [sic!]), Poster, Horoskop, Comic… Bravo-Girl! in teuer.

Das war es auch schon an Inhalt. Stolze Preise für viel Klimbim! Und dieses Magazin ist in dem oben genannten Paket-Preis wohl noch nicht einmal enthalten. Außerdem grübel ich immer noch über den Sinn des Namens nach: Informationstechnologie für Mädchen? Mädchen:Neutrum? Oder doch nicht etwa ein äußerst kreatives Wortspiel aus IT-Girl? Gebe der Himmel, das mein Kind mal nicht ein solches wird! Damit sie gar nicht erst auf solche grauslichen Gedanken kommt, wird GIRL:IT in Zukunft nicht bei uns einziehen.

Fazit:
Auch hier gilt: GIRL:IT ist aus Sicht der Zielgruppe – pubertierende Mädchen – sicherlich das Größte. Aus Sicht der dazugehörigen Eltern handelt es sich um eine erfolgreiche Methode, Eltern für Krimskrams gehörig Geld aus der Tasche zu ziehen.

IMG_2881

Ein Produkttest der Netmoms-Community: PennyGirl aus dem Meisterverlag. Der „Pferdefuss“ an diesem Test: PennyGirl funktioniert nach dem Aboboxenprinzip und nach Erhalt meines Testpaketes muss ich zunächst einmal aktiv werden und dem Verlag mitteilen, dass ich künftig keine weiteren Boxen möchte. Nun, ich habe eine entsprechende E-Mail geschrieben und eine Bestätigung erhalten, sodass ich hoffe, dass dies seinen Gang geht.

Was ist PennyGirl?

Das Produkt wendet sich an junge Mädchen, die gerade in der Pferdefieberphase stecken. Für diese Zielgruppe gibt es monatlich eine Box, die sich rund um das Thema Pferde dreht. Enthalten sind: „spannende Pferdebücher, tolle Extras, starke Überraschungen und das top-aktuelle PennyGirl-Magazin“.

Das Willkommens-Paket kostet derzeit 7,95 €. Die Folgepakete kosten 17,95 € zzgl. 3,95 € Versandkosten, sogenannte Spezialpakete 19,95 € zzgl. Versandkosten. Kein billiger Spaß also!

Zwar wird der Verlag damit, dass kein Abo eingegangen werde. Die nachfolgende Box werde immer ausführlich im Magazin des Vormonats vorgestellt. Wolle man diese nicht haben, könne man verzichten. Zudem könne eine Box, die nicht gefällt, ohne Weiteres zurückgeschickt werden. Eines dürfte aber klar sein: Die Zielgruppe wird selbstverständlich auf die jeweils angepriesenen tollen Dinge in der Folgebox nicht verzichten wollen, sodass der Druck auf die Eltern, auch ja die nächste Box zu beziehen, entsprechend hoch sein dürfte. Hierzu trägt natürlich auch bei, dass man für jede tatsächlich bezogene und bezahlte Box „Horse-Friends-Punkte“ gibt, die sich dann wiederum in Prämien umtauschen lassen. Welches Mädchen verzichtet schon auf die Aussicht, auf ein „tolles Chica-T-Shirt“ für nur 600 Horse-Friends-Punkte?

Zum Glück ist meine Tochter jedenfalls derzeit noch zu klein, um auf eine Fortsetzung der PennyGirl-Box zu bestehen. Für später wünsche ich mir und meinem Mann schon mal starke Nerven!

Was war in meiner Box enthalten?

Meine Testbox kam in einem blauen Karton mit grauen Punkten und PennyGirl-Logo. Darin enthalten waren:

  • DVD „MONOCERUS – Das geheimnisvolle Einhorn“
  • Buch „Schreck im Sternenstall“ von Sabine Giebken
  • ein Lesezeichen „Pferd“ aus Plüsch mit PennyGirl-Logo
  • ein Faulenzeretui mit PennyGirl-Logo
  • ein Briefchen mit Klebis mit PennyGirl-Logo
  • das PennyGirl  „Mein Freundebuch“
  • die Novemberausgabe des PennyGirl-Magazins, welches im wesentlichen aus einem Comic besteht.

Meine Tochter findet das Lesezeichen schick. Ich bin mir zudem sicher, dass auch die übrigen Dinge eines Tages ihr Herz erfreuen werden. Momentan ist es dafür noch etwas früh. Wobei, erste Freundebücher kursieren schon in der Kinderkrippe, wie ich gerade feststellen musste…

Fazit:
PennyGirl ist aus Sicht der Zielgruppe – pferdeaffine Mädchen – sicherlich das Größte. Aus Sicht der dazugehörigen Eltern handelt es sich um eine erfolgreiche Methode, Eltern für Krimskrams gehörig Geld aus der Tasche zu ziehen.