20160814_082609Es war einmal … vor etwa achtzehn Jahren. Da habe ich mir Rollerblades gekauft und bin so einige Kilometer gerollt. Ich studierte damals in Passau und der Radweg an der Donau entlang war zum Skaten perfekt.

Die Inliner machten zwar diverse Umzüge mit, aber wirklich gefahren bin ich damit seit Jahren nicht mehr. Da die Lütte gerade das Fahrradfahren gelernt hat, hatte ich die fixe Idee, sie mit den Inlinern zu begleiten, weil ich so rascher mal eingreifen kann, als wenn ich selbst auf dem Fahrrad sitze. Ich habe also meine Rollerblades hervorgekramt – und festgestellt, dass der Zahn der Zeit die Rollen zerfressen hat. Diese haben sich in eine irgendwie klebrige Masse verwandelt und eine Rolle ist sogar auseinandergebrochen. Ich sah mich nach einem neuen Rollensatz um, stellte dabei aber fest, dass es für wenig mehr neue Skates zu kaufen gibt. Noch dazu Softboots. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas mittlerweile gibt. Da ich mir bei meinen alten, harten Rollerblades regelmäßig eine Blase an der Fußinnenkante gerieben habe, fand ich das Konzept von Softboots auf Anhieb klasse.

Wie Ihr sehen könnt, habe ich zwischenzeitlich zugeschlagen und micht für das Modell K2 Alexis 80 entschieden. Bei Amazon hat es mich in meiner Größe (EU 37, US 7) 80,17 € gekostet (UVP: 129,95 €).

Das verspricht der Hersteller (auf Amazon):

Alexis 80 ist unser Skate für Neulinge, die Leistung und Stil zu einem unschlagbaren Preis suchen. Mit Features wie dem vibrationsdämpfenden Tec Composite Rahmen und dem mega-unterstützenden Stability Plus Cuff bietet der Athena weit mehr, als man von einem Einsteigermodell erwarten kann.

  • Original K2 Softboot mit traditioneller Schnürung sorgt für einen festen und angenehmen Halt
  • Stability Plus Cuff – einer Kunststoffummantelung am Schaft, die für extra Stabilität sorgt – optimal für den Skate Einsteiger
  • Die vibrationsdämpfende Tec Composite Schiene sorgt für mehr Sicherheit am Skate
  • Rollen: 80mm, 80a
  • ABEC 5 Kugellager

Mein Eindruck:

Die Lieferung erfolgte, wie von Amazon nicht anders gewohnt, sehr schnell: bestellt am Mittwoch Abend, geliefert am Freitag Mittag. Farbe und Ausstattung entsprechen der Abbildung und Beschreibung. Die Farbkombi in Orange-Schwarz-Weiß ist zwar nicht unbedingt mein Traum:

IMG_7918 Es gibt die Skates auch in einer türkisen Variante. Aber die war leider teurer… Wie Ihr sehen könnt, verfügt der rechte Schuh über eine Bremse, der linke nicht.

Ich habe die Inliner zunächst – sehr zur Freude der Lütten – zu Hause ausprobiert. Sie passen gut. Geschnürt werden sie einerseits mit Schnürriemen, über die noch ein Klettband kommt. Andererseits gibt es am Schaft einen verstellbaren Spannverschluss. Der Schnürriemen ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Das kannte ich von meinem alten Modell nicht. Aber mit seiner Hilfe kann man den Schuh gut festbinden. Der Spannverschluss lässt sich leicht auf die erforderliche Weite anpassen und gut verschließen. Er sorgt für einen festen Sitz. Beim ersten Hineinschlüpfen hatte ich erst Angst, dass die Schuhe zu groß seien. Aber wenn alle Verschlüsse richtig festgezogen sind, bleibt gerade noch soviel Spielraum, dass die Füße, die ohnehin beim Skaten warm werden und sich naturgemäß ein wenig ausdehnen, nicht einschnüren.

Ich habe mich dann eine Runde von der Lütten durch den Flur schieben lassen 🙂

Dann ging es auf die Piste. Also, zunächst einmal sicherheitshalber auf eine wenig frequentierte Spielstraße. Das war auch gut so. Nach all der Zeit stand ich ziemlich wackelig auf den Rollen! Ich war froh über jede Gelegenheit, mich irgendwo festzuhalten. Dass der Weg mit kleinen Platten gepflastert und nicht asphaltiert war, machte die ganze Fahr noch holpriger. Erst mit der Zeit, nach zwei Runden, wurde ich etwas sicherer – eine gute Figur habe ich aber sicher noch nicht gemacht 😳 . Meine Tochter war auf ihrem Fahrrad mit ihren frisch erworbenen Fahrkünsten sicherer unterwegs, als ich.

Dazu trug nicht zuletzt bei, dass die Rollen der K2 Skates verhältnismäßig leichtgängig sind. Dies war ich von meinem Vorgängermodell so nicht gewohnt, zumal jene Rollen weicher und damit weniger straßentauglich waren. Da ist das neue Modell wesentlich sportlicher unterwegs.

Blasen habe ich mir (noch) nicht gelaufen. Dafür war meine erste Übungsrunde allerdings auch zu kurz. Ich bin jedoch optimistisch, dass sich das Risiko hierfür mit den Softboots tatsächlich minimiert hat.

So, ich werde auf jeden Fall dranbleiben. Hoffentlich spielt das Wetter mit und gönnt mir noch ein paar schöne Sonnentage!

Meine Bewertung: