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Für blogg dein Buch darf ich den Roman „Eisprinzessin“ von Carla Blumberg aus dem Verlag dotbooks rezensieren. Hierfür habe ich den Roman als E-Book im ePUB-Format erhalten. Regulär kostet dieses E-Book, welches ca. 190 Seiten umfasst, 3,99 €.

Diese Inhaltsangabe des Verlags hatte mich neugierig gemacht:

„Sofie wird vom Pech verfolgt: Ihr Freund verlässt sie, weil er lieber auf Segeltour geht, statt mit ihr auf der Couch zu kuscheln, ihre Mutter hat mehr Erfolg bei Männern als sie selbst und mit Mitte Dreißig hört sie ihre biologische Uhr immer lauter ticken. Ist es denn wirklich so schwer, sich einfach einmal glücklich zu verlieben? Nein, eigentlich nicht: In ihrem Zeichenkurs begegnet Sofie einem Mann, der bei ihr für Frühlingsgefühle sorgt. Allerdings handelt es sich bei diesem nicht um den Kunstprofessor, sondern das männliche Aktmodell – und das hat ungeahnte Folgen.“

Mein Leseerlebnis:

Die Story beginnt recht melodramatisch mit dem Tod des Hamsters Hannibal, einem Abschiedsgeschenk des (Ex-?)Freundes Bert, ausgerechnet an Sofies Geburtstag. Die Protagonistin Sofie ist emotional ziemlich instabil. Sie fühlt sich von ihrer auf Mastroianni-Lookalikes abonnierten Mutter bevormundet. Ihre vorgeblich beste Freundin Verena kungelt lieber mit ebenjener Mutter, als sich ernsthaft für Sofie zu interessieren. Und natürlich ist da die Sache mit Bert, der sich auf eine Segeltour begeben hat, ohne Sofie zu fragen, ob sie mitkommen wolle (was sie aber wohl ohnehin nicht getan hätte).

Sofie schmachtet das männliche Aktmodell aus ihrem Zeichenkurs an, woraufhin ihre Mutter und Verena ein Rendez-Vous arrangieren, allerdings ohne dass Sofie von der Kuppelei im Hintergrund weiß. Geschickterweise ist Ausgangspunkt der Kuppelszene ein gemeinsamer Restaurantbesuch des angehimmelten Aktmodells Anton an der Seite einer Kollegin von Sofie, was Sofie zu pubertären Selbstmordgedanken treibt. Aber, oh Überraschung, die Kollegin entpuppt sich als Antons Schwester. Und dann taucht auch Bert plötzlich wieder auf. Das Ende der Geschichte ist absehbar.

Unterbrochen wird der Fluß der Geschichte immer wieder durch Sequenzen, in denen die verstorbenen Großeltern im Jenseits zu Wort kommen, die ihrerseits ein Auge auf ihre noch unter den Lebenden weilende Enkelin haben.

Ich kann mich leider mit keiner der Figuren identifizieren, schon gar nicht mit der ewig sich selbst bemitleidenden und jammernden Protagonistin, die von ihrem Job als Telefonistin eines Verlages überfordert ist, keine eigenen Entscheidungen zu treffen vermag und sich selbst nur über den Mann an ihrer Seite definiert. Und natürlich auch nicht mit Verena, die ein Kind vom Schönheitschirurgen der Mutter Sofies (!) erwartet.

Fazit:
Wenn schon Herz-Schmerz, dann doch lieber gleich einen Cora-Roman.

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