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Geht es Euch auch so? Man probiert aus dem schier unübersehbaren Sortiment der diversen Flaschen, Becher und Trinklerngefäße für Babys und Kleinkinder mit der Zeit so einiges aus. Manches ist gut und praktisch, aber vieles auch einfach nur ärgerlich. Da wir ja gerade eine neue Flasche getestet haben, zeige ich Euch heute einmal, was wir bisher alles in Gebrauch hatten.

Angefangen haben wir mit der Philips AVENT Klassik-Flasche (1). Da es anfangs mit dem Stillen nicht klappte – Töchterchen ist immer sofort eingeschlafen, anstatt zu trinken – musste ich abpumpen und auch Milchnahrung zufüttern. Die AVENT-Flaschen hat die Lütte sofort akzeptiert. Äußerst praktisch fanden wir das in den Sauger der Flasche eingebaute Ventil, durch welches stets Luft in den Flasche nachströmen kann und zwar immer soviel, dass sich der Milchfluss der Trinkgeschwindigkeit des Babys anpasst. Außerdem: kein nerviges Suchen nach einem Luftloch, welches oben und frei gehalten werden muss. Bei den AVENT-Flaschen ist es egal, wie sie gehalten werden, sie funktionieren immer. Man muss nur darauf achten, den Sauger nicht zu fest aufzuschrauben, sonst kann die Luft nicht nachströmen. Zu Beginn nutzten wir die kleinen 125 ml-Flaschen. Die größeren 260 ml-Flaschen haben wir bis heute für den Morgenkakao in Gebrauch. Es gab auch nie eine Saugverwirrung bei meiner Kleinen. Als sie größer war, klappte es auch mit dem Stillen. Das Wechseln zwischen Brust und Flasche war nie ein Problem.

Im Geburtsvorbereitungskurs erhielten wir zwei kleine NUK-Flaschen (2) als Werbegeschenk, allerdings ohne Sauger, sondern nur mit einem kleinen Plastikplättchen als Verschluss. In dieser Form soll die Flasche zur Aufbewahrung von Muttermilch dienen. Wir haben dann noch ein Paar Sauger dazu gekauft und die Flaschen eingesetzt, wenn wir Tee gefüttert haben. Ob es nun daran lag, dass die Lütte keinen Tee wollte, oder ob sie die Flasche nicht mochte – jedenfalls hat sie aus der NUK-Flasche so gut wie nix getrunken. Ich fand auch die Handhabung nicht gut, denn die Luftzufuhr erfolgt bei dieser Flasche nicht über ein Ventil, sondern klassisch über ein kleines Loch im Sauger. Man muss also immer aufpassen, dass das Löchlein oben ist und auch nicht von der Flüssigkeit bedeckt ist. Ziemlich umständlich, wenn man sich doch eigentlich auf sein kleines Würmchen konzentrieren will…

Die Hebamme empfahl für den möglichst schnellen Umstieg auf Becher den Medela-Cup (5): einen winzig kleinen Plastikbecher mit Messskala, aus dem Baby schlückchenweise trinken kann. Grundsätzlich hat das schon funktioniert: Mit der Beikosteinführung abwechselnd ein Löffelchen Brei und ein Schlückchen Wasser aus dem Cup. Ich gestehe aber, dass es mir etwas zu umständlich war. Und meine Tochter war auch keine große Trinkerin während der Breimahlzeiten. Sie hat lieber nach dem Essen noch ein wenig Milch bei Mama getrunken. Mamas mit mehr Geduld hilft der Cup sicherlich beim direkten Umsteig von Flasche auf Becher.

Ich habe es dann mit dem NUK Easy Learning Cup 1 (6) und 2 (7) versucht. Diese Trinklernbercher haben mich sehr enttäuscht. Damit das Ventilsystem funktioniert, müssen zwei recht dünne Plastikringe aufeinandergedrückt und dann auf den Becher aufgeschraubt werden. Dabei stelle ich mich irgendwie zu dämlich an: Entweder das Ganze sitzt zu fest, dann entsteht ein Vakuum im Becher und das Kind kann nicht trinken. Oder es sitzt zu locker. Dann wackeln die Griffe und im schlimmsten Fall fällt der gesamte Deckel vom Becher ab und der Inhalt ergießt sich in die Küche. Sowohl bei Cup 1 (mit Silikontülle) als auch bei Cup 2 (Plastiktülle mit inneliegendem Silikonventil als Auslaufschutz) kommt ohne starkes Saugen (ich habe es selbst probiert) kaum etwas aus der Öffnung heraus. Meine Tochter verlor daher recht schnell das Interesse an den Bechern. Ich hatte den Hersteller NUK angeschrieben. Von einem Konstruktionsfehler möchte man dort aber nichts wissen. Mir wurde lediglich angeboten, den Becher einzusenden, damit geprüft werden könne, ob der von mir erworbene Becher einen Produktionsfehler aufweise. Ich glaube nicht, dass es an meinem konkreten Becher liegt. Die Konstruktion als solche ist schlicht nicht praxistauglich.

Wir sind dann auf die NUK First Choice Trinklernflasche (8) umgestiegen. Es hätte gleich meine „first choice“ sein sollen. Diese Flasche erfüllt jedenfalls ihren Zweck ganz wunderbar. Sie ist gut zu greifen und meine Tochter kam sofort alleine mit der Flasche klar. Bis heute trinkt sie unterwegs aus ihr. Allerdings ist das Fassungsvermögen für den großen Spielplatzdurst mittlerweile leider zu gering. Einziges Manko: Um die Flasche für den Transport auslaufsicher zu verschließen, soll man ein kleines Plastikscheibchen in den Drehverschluss einlegen. Das geht zwar. Aber wir haben dann regelmäßig vergessen, das Scheibchen zu entfernen, bevor wir unserer Tochter die Flasche gaben :O Mittlerweile kann sie ja protestieren, aber als sie noch kleiner war, haben wir uns gewundert, warum sie nicht trinkt… Wir stecken die Flasche unterwegs einfach in einen Beutel. Ein wenig schwappt dann zwar regelmäßig raus, aber das ist zu vernachlässigen.

Mehr Fassungsvermögen hat der MAM Sports Cup (4). Mittlerweile schafft es unsere Tochter auch, aus dieser Flasche zu trinken – allerdings nur, wenn wir das als Auslaufschutz gedachte Silikonventil im Inneren entfernen. Dann muss man aber auch sehr aufpassen, denn ohne Auslaufschutz kann sich das Kind prima mit dem Inhalt des Cups duschen. Gerade dann, wenn die Flasche auf dem Tisch steht und das Kind versucht, sich die Flasche vom Tisch zu angeln, geht schon mal eine ordentliche Portion daneben. Mit Auslaufschutz muss man jedoch stark an der Plastiktülle saugen, worauf unsere Tochter offenbar keine Lust hat. In Kürze wird sie sicher noch geschickter sein. Dann wird der Sports Cup bestimmt ein treuer Begleiter für unterwegs.

Die MAM Baby Bottle (3) ist neu bei uns eingezogen. Alles Wissenswerte zu dieser Flasche findet Ihr hier.

Da unsere Tochter in der Kita den Kakao aus der Tasse trinkt, habe ich ihr auch für zu Hause eine Tasse mit zwei Henkeln von Haba (9) gekauft. Ich habe allerdings den Fehler gemacht, ihr die Tasse beim ersten Mal mit dem Deckelaufsatz vorzusetzen. Aus diesem hat sie allerdings kaum etwas herausbekommen, weshalb sie schnell frustriert war. Momentan akzeptiert sie die Tasse leider gar nicht, auch nicht ohne Deckel. Ich bin allerdings optimistisch, dass sich das bald wieder ändert.

Schließlich haben wir noch ein Set der lustigen bunten Plastikbecher von IKEA (10). Das Trinken aus diesen Bechern klappt immer besser. Allerdings bleibt Mamas Herz dabei immer mal wieder stehen, wenn das Kind allzu sorglos den Becher durch die Luft schaukelt 🙂 Noch lieber würde die Lütte aber aus Mamas Glas trinken. Das muss etwas ganz besonderes sein, denn das darf sie nur ganz selten haben. Aber schließlich sollte man ja immer ein Ziel haben. Für meine Tochter lautet dieses: allein aus einem Glas trinken und zwar den lustigen Kribbelsaft (Schorle), den die Mama immer trinkt und nicht den Kindersaft mit langweiligem Wasser drin!

3 Thoughts on “Produkttest: Flaschen und Trinklernbecher für Babys und Kleinkinder

  1. Pingback: Produkttest: MAM Baby Bottle und MAM Air Schnuller | Lobelias Blog

  2. Ich benutze die MAM Sports Cup Becher für unsere Tochter. Jetzt wollen wir noch eine neue NUK-Flasche ausprobieren, finde da die Designs so süß ^^

  3. Pingback: Produkttest: Trinkflasche von ISYbe | Lobelias Blog

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